StartseiteHaltungSo machen Sie Ihre Wohnung katzensicher
Wohnung katzensicher machen

Katzen begegnen auf ihren Streifzügen durch die Wohnung einer Menge Gefahrenquellen. Die kleinen Entdecker kommen auf die verrücktesten Ideen und gefährden sich dabei rasch selbst. Schaffen Sie deshalb unbedingt ein katzensicheres Umfeld für Ihre Samtpfoten. Nicht nur junge Tiere, auch ältere Katzen sollten ihre Erkundungstouren in einem möglichst sicheren Umfeld machen können.
Dieser Artikel zeigt Ihnen mögliche Gefahrenquellen und wie Sie sie entschärfen können.

Fenster

Ungesicherte gekippte Fenster sind leider schon für manche Katze zur tödlichen Falle geworden. Beim Versuch, durch den Fensterspalt nach draußen zu gelangen kann die Katze abrutschen und sich im Spalt verklemmen. Sie hat kaum eine Chance, sich selbst aus dieser misslichen Lage wieder zu befreien, rutscht bei ihren vergeblichen Versuchen immer tiefer in die Spalte und erleidet schwere, oft tödliche, Quetschungen. Deshalb müssen Fenster die gekippt werden unbedingt abgesichert werden! Zur Auswahl stehen Kippschutzgitter*, die seitlich und oben am Fensterrahmen angebracht werden und Kippregler*, mit deren Hilfe Sie die Breite des offenen Fensterspalts einstellen können.

Mit Hilfe eines einfach anzubringenden Kippreglers lässt sich die Fensteröffnung in 4 Stufen einstellen.


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Kipp-Regler*

Ein Schutzgitter für Kippfenster verhindert, dass die Katze versucht, durch das gekippte Fenster nach draußen zu gelangen und sich dabei lebensgefährlich einzuklemmen. Das Schutzgitter kann, je nach Art des Fensters, sowohl – wie auf der Abbildung – unten als auch oben angebracht werden.


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Trixie Kippfenster-Schutzgitter*

Fenster, die Sie zum Lüften ganz öffnen wollen, können Sie mit einem Katzennetz* oder einem engmaschigen Gitter, das einfach am Rahmen angebracht wird, sichern.

 

Zimmertüren

Verwenden Sie Türstopper um die Gefahr auszuschließen, dass die Katze bei einem starken Luftzug von einer zufallenden Tür eingeklemmt und verletzt wird.
Manche Katzen sind so geschickt, dass sie durch Hochspringen und festhalten der Türklinke geschlossene Türen öffnen können. In diesem Fall hilft nur das Abschließen der entsprechenden Tür.
Außerdem sollten Sie die Wohnungstür natürlich niemals offen stehen lassen und beim Raus-und Reingehen immer darauf achten dass die Katze nicht entwischt.

 

Balkon

Für Wohnungskatzen gibt es nichts spannenderes, als sich auf dem Balkon aufzuhalten und den Geräuschen und Bewegungen draußen zu folgen. Jeder Balkonbesitzer sollte dies seinen Katzen ermöglichen. Dazu muss der Balkon aber auf jeden Fall mit einem stabilen Katzennetz abgesichert werden.

Mit der Anbringung eines Katzennetzes können Sie wirkungsvoll verhindern, dass die Katze vom Balkon springen kann.


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Trixie Schutznetz*

Bereits ein vorbeifliegender Vogel könnte die Katze zu einem beherzten Sprung anregen und manche kleinen Tollpatsche könnten beim Balancieren auf der Balkonbrüstung das Gleichgewicht verlieren und abstürzen.

Achten Sie bei der Balkonbepflanzung darauf, nur für Katzen ungiftige Pflanzen zu verwenden.

 

Waschmaschine und Wäschetrockner

So eine "Waschmaschinen-Höhle" ist für Katzen sehr gemütlich.

Alle Katzen lieben dunkle Höhlen und Verstecke. Befindet sich dann auch noch Wäsche darin, macht es sich eine Mieze besonders gerne darin gemütlich.

Halten Sie deshalb die Türen dieser Geräte stets verschlossen und vergewissern Sie sich vor jeder Wäsche und jedem Trockenvorgang, dass sich wirklich nur Wäsche in der Maschine befindet.

Die Katze würde eine Wäsche nicht überleben – das selbe gilt auch fürs Trocknen.

 

 

Elektrokabel

Offenliegende Kabel verleiten zum Spielen und Knabbern. Verstauen Sie die Kabel, soweit möglich, hinter Möbelstücken. Wo dies nicht möglich ist, können Sie die Kabel mit speziellen Plastikschläuchen ummanteln oder in einem Kabelkanal verschwinden lassen. Zur Not können Sie lose Kabel auch mit Klebeband an Wand und Boden fixieren, wobei dies keine optimale Lösung ist.

 

Pflanzen

Katze und PflanzeKatzen lieben Pflanzen! Dabei können sie nicht zwischen giftig und ungiftig unterscheiden. Viele Zimmerpflanzen sind für Katzen sehr giftig, deshalb sollten Sie sich gut informieren, welche Pflanzen Sie unbedenklich in Ihrer Wohnung haben können. Hier finden Sie eine Auflistung der für Katzen giftigen Pflanzen.
Bitte verwenden Sie auch bei ungiftigen Pflanzen keine Topfuntersetzer in denen sich Wasser sammeln kann. Die Katze könnte davon trinken und mit dem Wasser Düngemittel aufnehmen.

 

Spezielle Gefahren für Katzen in der Küche

In einer Küche befinden sich gleich mehrere Gefahren für eine Katze. Am besten wäre es natürlich, wenn Sie die Küche zur katzenfreien Zone erklären (zumindest während Sie kochen) und ihrem Stubentiger den Zutritt verwehren. Oftmals ist das aber nicht möglich, z.B. bei offenen Wohnküchen.

Die größte Gefahr sind heiße Herdplatten. Viele Katzen fühlen sich von der abstrahlenden Wärme magisch angezogen. Ein Sprung auf die Herdplatte ist äußerst schmerzhaft und kann schwerste Verbrennungen zur Folge haben. Behalten Sie darum ihre Katze während des Kochens besonders gut im Auge und stellen Sie sicherheitshalber nach dem Kochen einen Topf mit eiskaltem Wasser auf die noch heiße Platte.

Achten Sie auch nach Benutzung des Backofens darauf, dass die Tür nicht zum Abkühlen offen steht. Hier könnte ihr Stubentiger hineinspringen und sich verbrennen. Sollte der Ofen nur noch lauwarm sein, besteht die Gefahr, dass die Katze sich diese, für sie kuschelig warme Höhle als Liegeplatz aussucht und Sie unwissentlich die Backofentür schließen. Hier droht akute Erstickungsgefahr!

Katze in der Küche

Die Küche ist für Katzen der gefährlichste Raum in der Wohnung

Lassen Sie auch bei Benutzung des Toasters besondere Vorsicht walten. Hier kann sich eine Katzenpfote beim Fischen nach Krümeln leicht verklemmen und bei eingeschaltetem Gerät übel verbrennen. Bleiben Sie in der Küche solange der Toaster heiß ist und verstauen Sie das ausgeschaltete Gerät in einem geschlossenen Schrank.

Besitzen Sie eine Spülmaschine, achten Sie beim Ein- und Ausräumen drauf, dass sich die Katze nicht hineinmogelt und Sie nach schließen der Tür darin gefangen ist. Ein kurzer Kontrollblick vor jedem Schließen kann Ihrer Katze das Leben retten.

Mülleimer: Verwenden Sie einen Eimer mit Deckel und verwahren Sie den Müllbehälter katzenunzugänglich in einem Schrank. Für Ihre Samtpfote ist es ungeheuer interessant was Sie so alles wegwerfen. Der „Duft“ von Speiseresten zieht sie magisch an und schwuppdiwupp landet die gesamte Katze im Eimer oder Ihr Müll wird während Ihrer Abwesenheit malerisch in der Küche verteilt. Viele Dinge im Müll bergen eine Verletzungsgefahr oder können für Katzen sehr giftig sein!

Außerdem sollten Sie darauf achten, keine scharfen oder spitzen Gegenstände, wie Messer oder Scheren, in der Küche herumliegen zu lassen.

Spül- und Putzmittel gehören in einen geschlossenen Schrank. Chemikalien aller Art können zu tödlichen Vergiftungen führen!

Plastiktüten sind unglaublich interessant für Katzen. Sie knistern und rascheln so spannend und könnten doch prima als Versteck dienen. Doch Vorsicht: Kann sich die Katze nicht mehr alleine aus der Tüte befreien besteht Erstickungsgefahr! Deshalb sollte sich keine Plastiktüte in Katzenreichweite befinden.

 

Auch in Bad und WC lauern Gefahren für Katzen

Katze in BadezimmerHalten Sie den Toilettendeckel stets geschlossen. Gerade junge Kätzchen können leicht hineinplumpsen und sich dann aus eigener Kraft nicht mehr befreien.
Achten Sie darauf, dass sich die Katze nicht unbeaufsichtigt im Badezimmer aufhält während Wasser in der Badewanne ist. Schnell kann das Tier beim Balancieren auf dem Wannenrand ausrutschen und im schlimmsten Fall im Badewasser ertrinken.
Badezusätze, Duschgel, Shampoo und alle anderen Mittelchen die wir Menschen so im Badezimmer benötigen, können eine tödliche Gefahr für Ihre Katze sein, wenn sie etwas davon verschluckt. Darum sollten diese Dinge stets gut verschlossen und für Katzen unerreichbar aufbewahrt werden.
Kleinteile, wie Haargummis und Wattestäbchen, werden gerne mal verspeist und gehören deshalb ebenfalls außer Pfoten-Reichweite.




 

Weitere Gefahrenquellen für Katzen

Gardinen – Vor allem Katzenkinder klettern gerne an Gardinen hoch – doch der Weg zurück ist viel schwieriger und es besteht Absturzgefahr! Um dies zu vermeiden (und Ihre Gardinen davor zu schützen zerfetzt zu werden), sollten Sie bei jungen Katzen die Gardinen hochbinden oder besser ganz entfernen.
Medikamente – Lassen Sie niemals Medikamente offen herumliegen. Sogar für Menschen harmlose Mittel können für Katzen tödlich sein!
Kleinteile – Gummiringe, Heftklammern, Knöpfe und Co. gehören außer Reichweite von Katzen. Bei Verschlucken können schwere innere Verletzungen entstehen.
Kaminfeuer und Kerzen – Offene Kamine müssen mit einem Gitter abgesichert werden und Kerzen niemals unbeaufsichtigt brennen lassen. Eine offene Flamme ist sehr faszinierend für Katzen und schnell ist die Pfote verbrannt oder die Schnurrhaare angesengt.
Aquarium – Sollten Sie ein Aquarium besitzen, muss dieses unbedingt abgedeckt werden. Schon so manche Katze ist beim „Angeln“ nach den Fischen ins Aquarium gefallen. Kann die Katze nicht selbst wieder herausklettern ( was sehr schwierig ist und selten gelingt) kann sie ertrinken.
Bügeleisen – Nach dem Bügeln steht das Bügeleisen zum Abkühlen oft noch eine Weile herum. Bitte stellen Sie es so ab, dass es für die Katze nicht erreichbar ist.
Wollknäuel – Sind KEIN geeignetes Spielzeug für Katzen! Es besteht Strangulations-Gefahr. Außerdem kann verschluckter Wollfaden die Verdauungsorgane der Katze schädigen.

 

Katzensicherer Haushalt

Nun sollten Sie bestens gerüstet sein, Ihre Wohnung katzensicher zu machen. Vielleicht kommen Ihnen einige der Maßnahmen übertrieben vor, vielleicht kennen sie andere Katzenhalter, bei denen „auch noch nie etwas passiert ist“.

Alle hier aufgeführten Punkte bergen reale Gefahren für Katzen. Leider wurden schon viel zu oft Katzen verletzt oder haben ihr Leben verloren, weil sie Besitzer meinten, es werde schon gut gehen.

Machen Sie es besser und beugen Sie vor!



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